Willkommen
Was heißt züchten ?
Standard FCI
FREDDY
FREDDY- Schau
HARRY Deckrüde
HARRY - Schau
TONI
TONI - Schau
SRECÂ
SRECÂ - Schau
AISHE
AISHE - Schau
BAMBAM
BAMBAM - Schau
BINA
BINA - Schau
A - Wurf
B - Wurf
C - Wurf
vom Meyergold
Ernährung - B.A.R.F.
Tierheilkunde
Epilepsie Hund
Tagebuch Berry
Tagebuch Floyd
Regenbogenbrücke
Hunde Homepage
Kontakt
Linkliste
Impressum



Ich habe hier die Krankengeschichte von Berry, meinem ersten Bernhardiner niedergeschrieben. Sie soll zeigen, wie sehr ich darunter gelitten habe und es auch heute noch tue. Es soll ALLEN die Augen vor der Krankheit Epilepsie öffnen. Es soll allen Mut machen, OFFEN darüber zu reden
.
November 2002
Ich habe einen stattlichen Bernhardiner-Rüden, Berry. Mit ihm bin ich sehr viel unterwegs gewesen. Als ich Berry gekauft habe, hat man mir da bereits mitgeteilt, das es kein Hund für Ausstellung oder Zucht ist, da bei ihm die Hoden nicht in den Hodensack gewandert sind. Er war ein sogenannter Nullhoder. Das war mir aber egal und mir war auch klar, daß der Hund mit ca. 1 1/2 bis spätestens 2 Jahren kastriert werden muß, damit sich die Hoden nicht negativ verändern. Nach Absprache mit meinem damaligen Tierarzt,legten wir den Termin für Ende November fest. Bei einem unserer Spaziergänge jedoch, fiel der Hund urplötzlich um, krampfte kurz mit dem Körper, gab ein leises Jaulen von sich und schon war auch alles vorbei. Ich habe mit ihm geschmust und ihn gestreichelt, aber der Hund verhielt sich, als wäre gar nichts passiert. Was war das?? Ist er gestolpert?? War ihm schlecht geworden?? Ich hatte keine Ahnung. Zuhause angekommen, habe ich gleich meinen TA angerufen und ihm Bericht erstattet. Ich solle vorbei kommen, bekam ich zur Anwort. Ich mit Berry zum TA, dort wurde er untersucht und es wurde ein EKG gemacht. Das EKG zeigte eine kleine Veränderung im Herzschlag, aber sonst nichts auffälliges. Er bekam keine Medikamente, weil der TA erst einmal abwarten wollte, ob sich dieser Anfall wiederholt. Der Termin zur Kastration wurde vier Wochen verschoben. Bis dorthin gab es keinen Anfall mehr oder sonstige Auffälligkeiten und Berry wurde kastriert. Auch danach war alles in Ordnung. Alles verheilte prima, es gab keine Probleme, alles war in Ordnung, bis im Mai 2003. Wir waren wieder spazieren und plötzlich fiel Berry wieder um. Genau wie beim erstenmal, krampfte er mit dem ganzen Körper, jaulte kurz auf und schon war es wieder vorbei. Zuhause angekommen rief ich sofort einen bekannten TA an, der die entsprechende Ausstattung hat, um Herzunter- suchungen zumachen. Dort wurde dann per Ultraschall festgestellt, das Berry ein zu kleines Herz hat. Berry war mittlerweile ausgewachsen und hatte 84 cm Schulterhöhe und 80 kg. Der TA beruhigte mich, es sei weiters nicht schlimm, damit könnte er trotzdem alt werden, man müsse ihn nur mit dem richtigen Medikament einstellen. Berry bekam dann täglich sein VASOTOP und es ging ihm gut. Er vertrug das Medikament, wir konnten wieder spazieren gehen und er bekam auch keine Anfälle mehr. Ein Jahr später. Ein Jahr ohne Anfälle, ohne gesundheitliche Probleme, alles war in Ordnung. Dann wurde Berry im Mai krank. Er mußte viel Pipi und trank sehr viel, war matt und einfach nicht wie sonst. Wir wieder zum Tierarzt. Abgehorcht, prima Herz in Ordnung. Urin hatte ich zuhause schon aufgefangen und der wurde untersucht. Ergebnis: Blasenentzündung. Berry bekam Penicillin und wir durften wieder nach Hause. Das war an einem Freitag, Samstag ging es ihm etwas besser, freute mich schon, daß er auf dem Weg der Besserung war und dann, am Sonntag, das böse Erwachen. Berry konnte kaum aufstehen, war apatisch, fraß nur ganz wenig, das laufen fiel ihm schwer. Ich habe dann Temparatur gemessen und oh Schreck, fast 40 Fieber. Den nächsten Notdienst angerufen, Hund eingepackt und wieder zum TA. Der untersucht den Hund. Temperatur schon über 40. Nein, das hier ist keine Blasenentzündung, da steckt mehr dahinter. Der Hund spricht nicht auf das Penicillin an, bekommt ein starkes Antibiotika gespritzt und ich bekomme noch Tabletten mit. Soll mich in den nächsten Tagen wieder bei meinem TA vorstellen. Bis dahin keine Anfälle. Als wir wieder zuhause waren, konnte man zusehen, wie es Berry besser ging. Am Abend konnte er bereits wieder besser fressen und auch etwas besser aufstehen und laufen. In der Woche darauf wurde er dann nochmals beim TA vorgestellt und bekam nochmals für zwei Wochen Antibiotika. Er hatte sich einen Infekt eingehandelt. Ca. 4 Wochen später, es war bereits Juni, seit langer Zeit wieder ein Anfall. Berry fängt an zu husten. Wieder TA, wieder Antibiotika. Alles auch immer wieder mit kleinen Anfällen begleitet,die aber laut TA zu seiner Herzsache gehören, also Begleiterscheinungen. Kein Mensch spricht von Epilepsie. Es wird noch eine Blutuntersuchung gemacht. Blutwerte sind ok. Zur Vorsicht wird ein Borelliose-Schnelltest gemacht. Das Ergebnis: Berry hat Borelliose. Einzige Behandlung, weiter Antibiotika. Berry erholt sich wieder, aber kurze Zeit später, häufen sich die Anfälle. Bedingt durch die große Hitze,ist er nicht transportfähig. Unsere TA vom Ort kommt nach Hause. Sie gibt ihm stärkere Herzmittel, ein Entwässerungsmittel, etwas zum aufbauen. Unsere TA spricht zum erstenmal von Epilepsie. Selbst im Garten zum pipi machen, bekommt er Anfälle. Aber nach jedem Anfall ist er wieder fit, er erholt sich immer wieder. Es sind immer wieder Phasen, wo es ihm richtig gut geht. Also versuchen wir es weiter. Es gibt Tage ohne Anfälle, da ist er fit, sogar kleine Spaziergänge sind möglich. Sollte er sich doch wieder erholen?? Er bekommt nachwievor seine Medikamente, aber irgendwie scheinen sie nicht mehr richtig zu greifen. Die Anfälle kommen wieder häufiger und auch um einiges stärker. Es werden wieder andere Mittel verabreicht, aber sie greifen nicht mehr. Berry schwemmt auf, er hat Wasser im Bauchraum, Wasser in der Lunge. Letzte Möglichkeit: Punktieren, aber nur in der Tierklinik möglich. Aber er wird es sehr wahrscheinlich nicht überleben, so unser TA. Das belastet seinen schwer kranken Körper zu sehr. Er würde kollabieren. Am 30.08.2004 geht nichts mehr. Berry geht ein letztes Mal mit mir raus. Er legt sich in den Garten und läßt sich mit allem guten Zureden und locken nicht mehr dazu bewegen, wieder mit mir ins Haus zu gehen. Berry kann nicht mehr, er gibt auf. Ich rufe bei der TA an, gebe kurzen Bericht ab und die Entscheidung steht fest. Keine weiter Behandlung mehr, keine weiteren Medikamente. Berry wird erlöst. Ihm läuft Wasser aus Maul und Nase. Er wäre uns in den nächsten Stunden erstickt. Es ist vorbei. Tage später bin ich nochmal bei der Ta und wir sprechen die ganze Krankengeschichte nochmals durch. Der Hund wurde ja immer nur auf die Herzsache und dann die Borelliose behandelt, aber nie auf die Anfälle, da man ja immer davon ausging, daß auch die Herzsache und dann später die Borelliose, diese Anfälle auslösten. Unsere TA ist sich zu diesem Zeitpunkt sicher, das es sich bei den Anfällen, um epilepstische Anfälle handelt.